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Erneuerung der Gebäudeautomation des Frankfurter Hochhauses Eurotheum

Datum: 
17.09.2018
Übersicht Bild: 

Systemoffenheit, Zuverlässigkeit und komfortable Handhabung in Verbindung mit der Langzeitverfügbarkeit aller Produkte kennzeichnen die PC-basierte Gebäudeautomation von Beckhoff. Beim Frankfurter Hochhaus Eurotheum hat die Herrmann GmbH & Co. KG, Plüderhausen, in besonderer Weise davon profitiert: Schon im Baujahr 2000 mit der Realisierung der Gebäudeautomation und der Entrauchungsanlage betraut, konnte der Systemintegrator im Jahr 2018 die Modernisierung mit minimalem zeitlichen und technischen Aufwand abschließen.

Schon von Beginn an zeichnet sich der im Zentrum Frankfurts errichtete 110 m hohe Büro- und Hotelkomplex Eurotheum durch eine außergewöhnlich flexible Mietnutzung aus. Denn 21 der insgesamt 31 Etagen – neben der Lobby sind acht Stockwerke durch einen konventionell automatisierten Hotelbetrieb belegt – lassen sich ganz nach Bedarf aufteilen und auch kurzfristig veränderbar als Zellen-, Großraum- oder Kombibüros mit einer Fläche ab 240 m² vermieten. Entscheidend ist dabei, dass die Raumgestaltung durch eine leicht anpassbare Raumsteuerung, z. B. für Temperatur, Beleuchtung und Sonnenschutz, ohne großen Aufwand verändert werden kann. Die ursprüngliche Anforderung erläutert Herrmann-Geschäftsführer Hansjörg Ludwig: „Innerhalb eines definierten Zeitraums mussten sich die Raumaufteilungen und die Raumgrößen neu zusammenstellen lassen. Realisiert wurde dies als Lösung im 1-Achs-Raster mit 1,35 m Achsmaß, d. h. jede Fensterteilung (Achse) kann flexibel zugeordnet werden. Auf diese Weise konnte das Ziel des damaligen Mieters, für die häufig wechselnden Teams innerhalb von 24 Stunden drei Einzelbüroräume oder einen Konferenzraum bilden zu können, erreicht werden.“
 

Flexibilität der Gebäudeautomation ist entscheidend

Neben einer veränderbaren Anordnung der Raumwände ist laut Rainer Daiß, Teamleiter bei Herrmann, eine besondere Flexibilität in der Gebäudeautomation erforderlich: „Die infrastrukturellen Gewerke-Endpunkte für Heizungs-, Klima- und Lüftungssteuerung bleiben zwar ebenso erhalten wie die Jalousien, die Sensorik und Aktorik sowie die Steuerelemente für die Lichtsteuerung. Aber das Zusammenspiel dieser bei der Gebäudeleittechnik angeknüpften Datenpunkte muss vom Gebäudenutzer variiert werden können, wozu ein komfortables Parametrierungstool in der Gebäudeleittechnik dient. Zusätzlich verfügt die komplexe Einzelraumregelung über die drei Betriebsarten Komfort-, Economy- und Nachtbetrieb. Dabei erfolgt die Ansteuerung der Räume automatisch, aber auch individuell veränderbar, je nach Tageszeit und per Präsenztaster festgestellter Raumbelegung.“

Hansjörg Ludwig ergänzt: „Wir haben schon zu Beginn Beckhoff-Produkte im Eurotheum eingesetzt und sind insbesondere von der Systemoffenheit von PC-based Control überzeugt. Allerdings wurde damals der größte Teil der Automatisierung aufgrund einer Vorgabe des Mieters mit Interbus-Drittkomponenten realisiert. Nachdem das Mietverhältnis beendet wurde, sollte das Eurotheum komplett renoviert werden. Dies ermöglichte es uns, die komplette Automatisierungstechnik nun mit PC-based Control von Beckhoff zu realisieren. Begonnen wurde im Jahr 2016 mit einer grundlegenden Renovierung der Entrauchungsanlage. Anschließend folgte Ebene für Ebene – je nach Vermietung – die Erneuerung des Gebäudes.“ Den Erfolg bestätigt auch Michael Herrmann, Assistent Technische Leitung bei Herrmann: „Im Zuge der Modernisierung wurde in den vergangenen zwei Jahren die Gebäudetechnik auf den neuesten Stand gebracht. Sie ist nun aufgrund des modularen Steuerungssystems von Beckhoff viel flexibler.“
 

Revitalisierung erhöht Zuverlässigkeit und Zukunftssicherheit

Schon zum Baubeginn setzte Herrmann auf Industrie-PCs von Beckhoff. Die Gründe verdeutlicht Rainer Daiß: „Wir haben uns damals für die Schaltschrank-PCs C6130 entschieden, da nur diese über die für die variable Raumautomation notwendige Rechenperformance verfügten. Ein entsprechend leistungsfähiges SPS-System gab es nicht. Hinzu kam, dass sich nur die IPCs flexibel mit unterschiedlichen Einsteckkarten für die verschiedenen im Eurotheum eingesetzten Bussysteme ausstatten ließen. Für die Vernetzung der über 40.000 Datenpunkte der Gebäuderegelung und -steuerung kamen insgesamt 20 auf drei Etagen verteilte C6130 zum Einsatz. Heute übernehmen diese Aufgabe 20 Schaltschrank-PCs C6915. Diese sind deutlich kompakter und konnten somit als Etagenmanager platzsparend auf die einzelnen Stockwerke verteilt werden. Hier profitieren wir deutlich von der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Beckhoff-Technik, und das mit der Sicherheit einer Langzeitverfügbarkeit. Denn auch die ursprünglich eingesetzten C6130 sind heute noch lieferbar.“

Mitentscheidend für eine effiziente Gebäuderevitalisierung ist für Michael Herrmann die insgesamt sehr hohe Flexibilität von PC-based Control: „Es eröffnet sich damit für uns ein umfassender Baukasten, um alle im jeweiligen Gebäude anfallenden Anforderungen schnell und mit minimalem Aufwand umsetzen zu können. Gut funktionierende Altsysteme können problemlos eingebunden und die Revitalisierungen im laufenden Gebäudebetrieb realisiert werden.“ Gleiches gilt für die Automatisierungssoftware TwinCAT, wie Rainer Daiß bestätigt: „Es gab damals kein vergleichbar flexibles Softwaresystem. Hinzu kommen die Vorteile des effizienten Engineerings sowie der im Sinne einer Langzeitverfügbarkeit wichtigen Aufwärtskompatibilität. Konkret zeigte sich dies bei der aktuellen Revitalisierung, d. h. die fast 20 Jahre alte Steuerungssoftware konnte – bis auf wenige durch bauliche Änderungen bedingte Anpassungen – unverändert auf die neuen Rechner übertragen werden. Das ist ein großer Vorteil für uns als Systemintegrator.“
 

Fortsetzung und Download der pdf-Version finden sie hier.

Quelle: worldwide germany PC-Control 03 | 2018